Rekordstrafe für Google in Europa – wegen Missbrauchs seiner Marktmacht

Google muss eine Wettbewerbsstrafe von rund 4,1 Milliarden Euro zahlen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies am 2. Juli 2026 das Rechtsmittel des Konzerns zurück und bestätigte damit die bislang höchste von der EU-Kommission verhängte Wettbewerbsbuße. Neu verhängt wurde die Strafe allerdings nicht: Die Kommission hatte sie bereits 2018 ausgesprochen; das Gericht der Europäischen Union reduzierte sie 2022 von ursprünglich 4,34

KI-generiert

Garfield AI: KI-gestützte Kanzlei gewinnt Prozess in Großbritannien?

Bei Garfield.Law handelt es sich um die erste KI-gestützte Anwaltskanzlei, die im vergangenen Jahr von der Solicitors Regulation Authority (SRA) für die Erbringung von Rechtsdienstleistungen in England und Wales zugelassen wurde. Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei zu unterstützen, Forderungen durchzusetzen. Nach eigenen Angaben hat die Kanzlei bisher mehr als 600 Verfahren durchgeführt und dabei ca. 500.000

G7-Datenschutzbehörden fordern stärkeren Schutz von Kindern und Privatsphäre

Beim Treffen der Datenschutzbehörden der G7-Staaten am 25. und 26. Juni 2026 in Paris stand der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum im Mittelpunkt. Die Behörden verständigten sich auf eine gemeinsame Erklärung zur datenschutzfreundlichen Altersverifizierung im Internet. In der Erklärung wird betont, dass Maßnahmen zur Alterskontrolle nur dort eingesetzt werden sollten, wo sie aufgrund von Risiken oder gesetzlichen

Urteil des BGH zu falschen SCHUFA-Einträgen

Worum es geht: Meldet ein Unternehmen (Vertragspartner der SCHUFA, z. B. Gläubiger oder Inkassodienstleister) eine offene Forderung an die SCHUFA, wirkt sich das auf den Score der betroffenen Person aus – oft spürbar, wenn es um Kredite, Mietverträge oder Handyverträge geht. Bestreitet der Betroffene die Forderung aber (etwa weil er sie für nicht berechtigt hält), stellt sich die Frage, ob die

EDPB konsultiert einheitliches Template für Data-Breach-Meldungen

Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten ( „Data Breach“) liegt nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO vor, wenn eine Sicherheitsverletzung zur Vernichtung, zum Verlust, zur Veränderung, zur unbefugten Offenlegung von oder zum unbefugten Zugang zu personenbezogenen Daten führt. Das kann beispielsweise bei einem Cyberangriff, einem verlorenen Laptop oder einer versehentlich an den falschen Empfänger gesendeten E-Mail der Fall sein. Nach

US Supreme Court setzt EU-US-Datentransfers unter Druck

Im Fokus dieser Nachricht stehen weniger die verfassungsrechtlichen Einzelheiten des US-Urteils als vielmehr dessen mögliche Auswirkungen auf den EU-US-Datentransfer. Anlass ist die Entscheidung des US Supreme Court vom 29. Juni 2026 in Trump v. Slaughter. Das Gericht erklärte die gesetzliche Beschränkung der Abberufung von Mitgliedern der Federal Trade Commission (FTC) für verfassungswidrig und weitete damit die verfassungsrechtliche Einflussmöglichkeit des Präsidenten

Ransomware-Angriff: Datenschutz endet nicht bei der IT-Sicherheit

Ein aktueller Fall aus Irland zeigt, dass ein Ransomware-Angriff für Unternehmen weitreichende datenschutzrechtliche Folgen haben kann. Die irische Data Protection Commission verhängte gegen die staatliche Gesundheitsverwaltung Health Service Executive (HSE) ein Bußgeld von 300.000 Euro. Von dem Angriff auf das Informationssystem eines Krankenhauses waren potenziell die personenbezogenen Daten von rund 84.000 Personen betroffen. Die Behörde spricht von „sensitive nature of

Europarat von Hackerangriff betroffen – 297 GB sensible Daten veröffentlicht

Die Hackergruppe ShinyHunters hat 297 Gigabyte an Daten des Europarats abgegriffen. Darunter befinden sich ca. 400.000 Gehaltsabrechnungen von über 10.000 Mitarbeitenden aus den Jahren 2011 bis 2026, mehr als 14.000 Lebensläufe, ca. 3.700 Personalakten sowie etwa 10.700 weitere Dokumente. Die gestohlenen Dateien enthalten sensible personenbezogene Daten wie Geburtsdaten, Wohnadressen, Telefonnummern und Mitarbeiter-IDs. Zudem sind Finanzdaten wie Gehälter, Kontodaten, Steuer- und

111. Datenschutzkonferenz in Stuttgart

111. Datenschutzkonferenz in Stuttgart: Beschlüsse zur Jugendmedienbildung, Radar-Sensorik und 6G Standards sowie Austausch zum Polizeiprojekt P20 Am 17.06.2026 und 18.06.2026 fand die 111. Datenschutzkonferenz (DSK) in Stuttgart statt.  Dort haben die unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder zentrale Beschlüsse zu Zukunftsthemen wie Jugendmedienbildung, neuen Mobilfunkstandards und polizeilicher Datenverarbeitung gefasst. Ein Schwerpunkt lag auf der Stärkung der Medienkompetenz von Kindern

US-Gericht unterbindet Einsatz des SAVE-System

Vor den anstehenden Kongresszwischenwahlen in den USA hat ein Bundesgericht der Regierung unter Präsident Donald Trump in einer Entscheidung vom 23.06.2026 die Nutzung einer zentralen Datenbank zur Überprüfung von Wählerlisten untersagt. Der Streit, der weitreichende Folgen für die Wahl haben dürfte, entzündete sich an dem sogenannten „SAVE“-System. Dieses diente ursprünglich nur der Überprüfung des Einwanderungs- oder Staatsbürgerschaftsstatus zur bei verschiedenen